Teil eines Werkes 
1. Band (1863)
Entstehung
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und der nun doch mit Einem Male da iſt. O, dieſer fa⸗ tale Rechnungs⸗Abſchluß, dem der Gaſt in den fürſtlichen Gemächern eben ſo unterworfen iſt, wie der arme die Stiefel putzende Hausknecht! Wie würde es in dem großen Gaſthofe aber zugehen, wie noch bei Weitem mehr, als es ohnehin ſchon geſchieht, würden die ſchlechten Eigenſchaf⸗ ten der Gäſte: Stolz, Ueberhebung, Genußſucht, Ver⸗ rätherei und Egoismus, emporwuchern und jede edle Blume von vorn herein im Keime erſticken wenn der Oberkell⸗ ner mit der Rechnung nicht wäre! Wir thun daher dieſem braven Manne auch vollſtändig Unrecht, wenn wir ihn fürchten oder gar haſſen, denn er iſt nun einmal zu dieſem Dienſte beſtellt; er ſitzt ſchweigend an ſeinem Hauptbuche, und wenn ihm geſagt wird, ein Haſt müſſe abreiſen, macht er einen Strich unter deſſen Conto, und er muß bezahlen! Wohl demjenigen, der auf den Empfang ſeiner Rechnung gefaßt iſt und beim Durch⸗ leſen derſelben nur wenige Poſten findet, bei welchen ihn die Reue überſchleicht. 6 Doch wir wollen dieſen Gaſthof mit dem unheimlichen Oberkellner verlaſſen und in einen anderen eintreten, in welchem ſich dieſe Perſon in der gewöhnlichen Weiſe vor⸗ ſtellt, mit der etwas lang geſchößten Jacke, eng anliegen⸗ den Beinkleidern, die Feder hinter dem Ohr, welches theil⸗ weiſe von den tief geſcheitelten, ſtark geölten Haaren verdeckt wird. Dieſer irdiſche Oberkellner ſteht an ſeinem Pulte