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Sie flohen? Sie haben ſich heimlich vermählt? fragte Walther mit neuem Erſtaunen.
Sollten wir vielleicht mit einander nach Sibirien wandern? Es war das Einzige, was uns übrig blieb, ſagte ſie mit feſter und klarer Stimme. Wir haben uns heimlich trauen laſſen müſſen, aber jetzt ſind wir, Gott ſei Dank, dieſes Zwanges enthoben. Wir haben jenes ſchreckliche Land, wenn auch nicht ohne Gefahr, verlaſſen und keine Urſache mehr, unſeren Bund vor irgend einem Menſchen zu verheimlichen.
Und der Herr Graf? Wo befindet ſich Ihr Herr Vater? Und wie ſteht es mit dem Fürſten?
Mein Vater wird hoffentlich jetzt ebenfalls auf der Rückreiſe ſein und bald eintreffen— die Verhältniſſe ge⸗ ſtatteten es leider nicht, ihn zum Mitwiſſer unſeres Ge⸗ heimniſſes zu machen, von deſſen Bewahrung Leben und Tod abhing; ich habe ihm geſchrieben— er weiß es, wußte es ſchon am andern Tage, und wird meinen Schritt billigen, dem Glücke ſeines einzigen Kindes ſeinen Segen nicht verſagen.
Und der Fürſt? fragte Walther wieder.
Ah, ſagte ſie, indem ſich ihre Lippen verächtlich zu⸗ ſammenzogen, was kümmert mich jener Fürſt, jener rohe, widerliche Egoiſt, der es für möglich hielt, mich mit ſei⸗
nem elenden Gelde erkaufen zu können! O, erinnern


