Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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Täuſchen Sie ſich nicht, erwiederte er mit dem ihm eigenen melancholiſchen Blicke, wenn man uns auf der Flucht einholt, ſo wird man weder das Recht noch den Willen haben, Ihnen ein Leid zuzufügen— mich aber, den entflohenen Leibeigenen, einer grauſamen Rache opfern.

Wenn man uns einholen ſollte, ſo wäre er verloren — und ich mit ihm, denn unſer Geſchick iſt Eines— untrennbar. Es würde alſo dann ſo ſein, wie ich ge⸗ ſagt habe— doch weßhalb denken Sie immer nur an einen unglücklichen Ausgang?

Weil die Schwierigkeiten ſo groß ſind, daß ich keine MWittel ſehe, ſie zu überwinden.

Keine Mittel? Wenn wir einen Vorſprung von vierundzwanzig Stunden haben, was ſich leicht erreichen läßt, wenn wir eine andere als die gewöhnliche Straße einſchlagen, wenn wir mit Courierpferden Tag und Racht durchfahren— wer will uns einholen?

Es laſſen ſich viele unvorhergeſehene Zufälle denken, und ein einziger iſt hinreichend, uns zu verderben.

Sie haben keinen Muth oder keinen guten Willen, ſonſt würden Sie nicht ſtets bei dieſen leicht zu über⸗ windenden Schwierigkeiten verweilen. Bedenken Sie, fuhr ſie mit beredter Stimme fort, daß die Gelegenheit, ſich dieſer unwürdigen Sklaverei zu entziehen, für Sie