Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 3. Theil (1865)
Entstehung
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Wir werden vor dem Abende dort ſein.

Die Umriſſe des hochgelegenen Schloſſes traten jetzt, von den aufſteigenden Rebeln der kommenden kalten Win⸗ ternacht halb verhüllt, hervor, und als ſie den Eingang zu dem unten gelegenen großen Gehöfte erblickten, er⸗ kannte ſie, daß die dunkle Maſſe der Gefangenen ſich ſo eben hindurch bewegte. Nach zehn Minuten waren ſie ebenfalls zur Stelle. Ihr Auge ſuchte die ſchlanke Ge⸗ ſtalt, deren Hand einen kurzen Moment auf der Lehne ihres Schlittens geruht hatte, aber es ſuchte vergeblich.

Sehen Sie ihn nicht? fragte ſie Petrowitſch.

Wen, gnädige Gräfin?

Den Gefangenen, über den wir geſprochen.

Nein, ich ſehe ihn nicht— aber dort liegen mehrere auf der Erde, vielleicht iſt er unter dieſen.

Sie ſprang vom Schlitten und eilte nach jener Stelle. unbewußt, was ſie that, drängte ſie ſich durch die Um⸗ ſtehenden, und dann ſah ſie denjenigen, welchen ſie ſuchte, auf dem kalten, harten Boden liegen— er war anſchei⸗ nend ſeinen Leiden bereits erlegen.

Retten Sie ihn, befahl ſie in deutſcher Sprache Pe⸗ trowitſch, der ihr beſorgt gefolgt war— ich will es! Ich befehle es! ſetzte ſie faſt heftig hinzu, als dieſer zu zö⸗ gern ſchien.

Der Herr Fürſt..