Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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ſandter, der immer noch glaubt, es könne doch noch Alles in Liebe und Freundſchaft enden, leiſtet ihm auf dieſe Weiſe die unſchätzbarſten Dienſte. Es wäre unklug, ihn daran zu hindern, denn es ſcheint mir ganz überflüſſig, das Feuer noch zu ſchüren. Es brennt bereits unter der Aſche und wird bald in hellen Flammen auflodern. Wie mag es wohl heute über's Jahr ausſehen? Wer das wiſſen, wer das ſagen könnte! Man muß auf alle Fälle gefaßt ſein, auf denjenigen, welchen wir wün⸗ ſchen und auch auf denjenigen, den wir nicht wün⸗ ſchen. Das erfordert die Klugheit handeln wir danach.

Der Herzog begab ſich zu ſeinem Chef. Der Mar⸗ quis de Lauriſton, damals fünfundvierzig Jahre alt, war ſeinem Herrn und Kaiſer aus voller Ueberzeugung und mit der größten Hingebung zugethan. Er hatte dies ſowohl als General vor Kopenhagen, in Spanien und in dem öſterreichiſchen Feldzuge und nicht minder als Freiwerber um die Hand der jetzigen Kaiſerin in Wien bewieſen. Von Napoleon zu dem wichtigen Poſten eines Geſandten in Rußland beſtimmt, vertrat er dort im beſten Sinne die Intereſſen Frankreichs, zum erſten Male jedoch vielleicht nicht ganz nach den Intentionen ſeines Meiſters. Er hielt den Krieg zwiſchen dieſen beiden großen und mächtigen Staaten für beide verderblich und