Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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Sprich nicht ſolchen Unſinn! fuhr der Graf auf. Ich finde die Handlungsweiſe des Fürſten, unſeres Vetters, durchaus verſtändig. Es iſt wirklich wenig, was er ver⸗ langt, uns vorher kennen zu lernen, ehe er uns ſein gan⸗ zes Vermögen vermacht, ſein ganzes Vermögen, das mehr als eine Million beträgt. Wenn du nur nicht abſichtlich unliebenswürdig gegen ihn biſt, ſo unterliegt es ja nicht dem mindeſten Zweifel, daß er dich zu ſeiner Univerſal⸗ Erbin einſetzt.

Ich mag aber gar nicht ſeine Univerſal⸗Erbin werden und würde beſtimmt ſo unliebenswürdig wie möglich ge⸗ gen ihn ſein, wenn du mich zwängeſt, mich dieſem Ruſſen zur Muſterung vorführen zu laſſen.

Der Graf, in wichtigen Angelegenheiten ſtets ruhig und beſonnen, bezwang auch jetzt ſeine Heftigkeit, da er aus Erfahrung wußte, daß er damit bei ſeiner Tochter am wenigſten ausrichtete.

Das ſteht allerdings in deiner Macht, ſagte er, indem er den Ton der Reſignation annahm. Du kannſt den Plan deines Vaters, welcher, noch nicht einmal ganz ge⸗ neſen, zu deinem Beſten eine ſo weite und beſchwerliche Reiſe unternehmen will, vereiteln, aber du wirſt mich doch nicht hindern, es darauf ankommen zu laſſen. Ich bin überzeugt, daß du bei ruhiger Ueberlegung die Sache ſehr bald von einem anderen und vomrichtigeren Geſichts⸗