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ein Mann, deſſen Revenuen mindeſtens fuͤnfzigtauſend Rubel jährlich betrügen; er beſitze vier große Herrſchaften in der Gegend von Nowgorod und ſowohl in Moskau als in Petersburg mit allem Luxus eingerichtete Palais. Als der einzige Sohn ſeines Vaters und ſelbſt kinderlos,
habe er keine näheren Verwandten. Er ſei zwar einige
Jahre verheirathet geweſen, jedoch ſchon lange Zeit von
ſeiner Frau geſchieden, man ſage, weil ſie ihm untreu ge⸗ worden und mit einem Garde⸗Capitän in einem intimen Verhältniſſe geſtanden; jetzt ſei ſie todt. Er ſelbſt ſei ein eigenthümlicher, mürriſcher und kränklicher Mann, von dem man annehme, daß er nicht lange mehr leben werde. Nachdem der Graf hiedurch die Beſtätigung deſſen er⸗ halten hatte, was der Fürſt ihm ſelbſt geſchrieben, theilte er nunmehr dieſe Nachrichten ſeiner Tochter mit. Anfänglich lachte und ſcherzte ſie über dieſen Vetter am Eismeere und ſuchte abſichtlich der Sache eine komiſche Wendung zu geben; als ſie aber erkannte, daß ihr Vater
dieſelbe keineswegs ſo, ſondern ſehr ernſthaft auffaſſe,
und ſeinen beſtimmten Entſchluß kund gab, die Reiſe mit ihr anzutreten, ſetzte ſie dieſem Vorhaben einen beſtimm⸗ ten Widerſpruch entgegen. Es widerſtrebte ihrem Stolze, zu dieſem grämlichen Manne nach dem unwirthbaren Rußland zu reiſen, damit er ſie ſähe und ſich vergewiſſere, ob ſie wirklich diejenigen Eigenſchaften beſitze, welche er


