Teil eines Werkes 
2. Abtheilung, Ost und West : 1. Theil (1865)
Entstehung
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Meine Tochter, fuhr der Graf fort, bekümmert ſich natürlich gar nicht um mich, was ich auch nicht verlange. Im Gegentheil, ich bin glücklich, wenn ſie nur ihre eigenen Sachen nicht vergißt, worüber ſie mit dem größten Leicht⸗ ſinne hinweggeht und immer meint, man könne das ja da und dort kaufen als ob ich nichts zu thun hätte, als in fremden Städten mit ihr in den Läden herum⸗ zuziehen? Ja, ich bin ein vielgeplagter Mann aber wo mag ſie ſein? Der Wagen ſteht vor der Thür, es iſt Alles fertig, und ich habe ſie heute noch gar nicht ge⸗ ſehen! Laſſen Sie uns gehen, um ſie aufzuſuchen.

NWit dieſen Worten verließ der Graf, von Walther gefolgt, das Zimmer, nachdem er ſich jedoch vorher noch⸗ mals ſorgfältig darin umgeſehen hatte.

Er erfuhr von Hedwig's ebenfalls völlig zur Reiſe gerüſtetem Kammermädchen, daß die gnädige Gräfin vor einer Viertelſtunde ausgegangen ſei, wie ſie vermuthe, zu der Frau Directorin.

Ausgegangen! rief der Graf jetzt, wo wir ab⸗ reiſen wollen, wo noch ſo Manches zu fragen und zu be⸗ ſprechen iſt, ausgegangen!

Wenn der Herr Graf erlauben, bemerkte Walther, ſo eile ich zu meiner Mutter, um die gnädige Gräfin zu benachrichtigen, daß ſie erwartet werde.

Erwartet? wiederholte der Graf, in neuen Zorn aus⸗