Ihren Rath ſehr viel halte— ſehr viel. Es thut mir herzlich leid, daß Ihre beabſichtigte Reiſe nun wieder für einige Zeit hinausgeſchoben iſt— indeß, wer weiß, wozu es gut iſt. Sie müſſen es als eine Fügung des Schickſals anſehen.
Walther nickte leiſe mit dem Kopfe.
Ich werde meinen Aufenthalt in Rußland ſo viel als
möglich abkürzen, fuhr der Graf fort, darauf können Sie ſich verlaſſen, und wenn ich zurückgekehrt bin, und wir uns gegenſeitig beſprochen haben, dann können Sie beſtimmt reiſen, das verſpreche ich Ihnen.
Ich bin Ihnen ſehr verbunden, Herr Graf, ſagte Walther, ohne daß ſich der Ernſt ſeiner Züge veränderte; wir werden darüber reden, wenn Sie zurückgekehrt ſind.
Ja, zurückgekehrt, wiederholte der Graf, deſſen Ge⸗ danken ſich ſofort mit ſeiner Reiſe beſchäftigten— wer weiß, ob ich jemals zurückkehre! Vier Monate ſind eine lange Zeit, und die bedarf ich wenigſtens, da ich mich ja faſt zwei Monate unterwegs beſinden werde. Es iſt ein ſehr gefahrvolles Unternehmen in dieſer Jahreszeit, beſonders da ich doch eigentlich noch Reconvalescent bin. Aber Hedwig kann die Zeit gar nicht erwarten und brennt vor Ungeduld— was ſoll ich machen? Je länger ich warte, deſto ſchlechter wird das Wetter, und da ich doch


