Teil eines Werkes 
2. Band (1859)
Entstehung
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ſtimmten Schritte zu entſchließen. Dazu kam, daß die Meiſten ihrer Familienverhältniſſe wegen mit Recht in Betracht zu ziehen hatten, ob ſie dieſe und ihre ganze bürgerliche Exiſtenz einem Unternehmen opfern ſollten, das doch mehr oder weniger einen abenteuerlichen Cha⸗ rakter trug.

Man ſprach in dieſem Sinne noch Vieles für und wider. Allmählich wurde das Zimmer immer leerer, und zuletzt blieben vielleicht einige zwanzig Perſonen, meiſtens entlaſſene Offiziere, übrig. Unter dieſen befanden ſich auch Erbach und Venner.

Biſt du feſt entſchloſſen, Rudolf? fragte der Letztere leiſe; haſt du auch Alles wohl überlegt? Wenn Preußen nun dennoch ſich betheiligte?

Nein, nein, Ulrich, erwiederte Erbach, deſſen Augen von großer innerer Erregung leuchteten, ſprich mir nicht von Aufſchub, von Abwarten, Zuſehen, bis es zu ſpät iſt! Wenn Deutſchland in dieſem Kampfe unterliegen ſoll, ſo mag ich nicht übrig bleiben, um zu den Leidtra⸗ genden zu gehören, ſelbſt mit dem ganzen Preußen nicht. Jetzt oder nie! Der Kampf beginnt! Endlich, endlich! Gott ſei Dank, daß wir ſo weit ſind! Gott, der uns ruft, er wird auch weiter helfen und uns den Sieg ver⸗ leihen!

Ich will und darf dir nicht abrathen, Rudolf wenn ich auch nicht dein Gefährte ſein kann.

Es muß ein Jeder ſeiner Ueberzeugung folgen und,