überzeugt geweſene Armec, und mit ihr den Staat ſelbſt—, ſo daß es ſich wahrlich nicht der Mühe lohnte, eines untergeordneten Ereigniſſes wegen ſich in Bewegung zu
ſetzen, oder ſich gar Unannehmlichkeiten zuzuziehen. Dennoch ſah man hier eine ſo große Menſchenmenge
verſammelt, ungeachtet des ſchlechten Wetters und des
tiefen Schmutzes, womit die Straße bedeckt war. Es ſollte der Haupt- und maſſive Bau der Stadtbefeſtigung am Schweidnitzer Thor geſprengt werden, ein alter Thurm, welcher manchen Tag Geſchichte der Stadt mitgemacht, durch den Friedrich der Große ſeinen erſten Einzug ge⸗
halten, und deſſen Mauern vielfach, ſowohl von preußi⸗
en als von öſterreichiſchen, leider auch nun von fran⸗ ſchen, zöſiſchen Kugeln zerriſſen worden waren. Jetzt herrſchten
ſchon ſeit zwei Monaten die Franzoſen in der nach einer blutigen Belagerung eroberten Stadt und zerſtörten i 5
Feſtungswerke. Sie ſchalteten und walteten in dem ra eroberten Lande, als ob ſie für immer davon Beſtz e er⸗ griffen hätten, und es ſchien auch, daß Niemand im Stande ſei, ſie daran zu hindern. Oeſterreich war unterworfen und für längere Zeit zu einer neuen Erhebung unfähig gemacht, die franzöſiſche Armee ſtand an der Weichſel, den Ruſſen gegenüber, der größte Theil der preußiſchen Feſtungen befand ſich, zum Theil ſchmachvoll übergeben, in den Händen des Fein⸗ des, über das Schickſal der wenigen Ueberbleibſel des für
*
unüberwindlich gehaltenen preußiſchen Heeres, ja, ſelbſt


