um Zug, als könne er mit Schwimmen das entflohene Schiff noch einholen.
„Hülfe, Hülfe!“ ſchrie er wieder und wieder, griff immer ſchneller aus und ſuchte von dem Gipfel jeder Woge die Finſterniß mit ſeinem Blick zu durchdringen. Er war verloren und ſeine Zukunft zählte nur noch nach Minuten, das fühlte er, denn ſeine Kräfte ließen nach und der Gedanke, daß er jetzt ſchon das Leben verlaſſen ſollte, durchbebte ihn mit einem Gefühl nahender Ohn⸗ macht. Dennoch arbeitete er fort und flehte den Himmel laut um Hülfe an; er hätte gern ſeine Hände gefaltet, wenn er ſie nicht hätte gebrauchen müſſen, um dem Tode ſein Leben ſtreitig zu machen. Von Minute zu Minute aber nahm ſeine Entkräftung zu, er konnte die Arme kaum noch durch das Waſſer bewegen, und die Flut ſtrich ihm fortwährend über den Mund, da griff er in der Verzweiflung noch einmal weit aus und ſtieß mit ſeiner Rechten an einen harten Gegenſtand. Mit der Haſt der Todesangſt faßte er zu und ergriff mit beiden Händen eine lange ſchwere Bohle, die wahrſcheinlich von dem Verdeck der Barke weggeſchwemmt worden war.
„Gott Lob“, rief er aus, klammerte ſich an der⸗ ſelben feſt, um wieder zu Athem zu kommen, und hob ſich nach und nach immer weiter auf dem Ende des Bretes hinauf, bis er daſſelbe zwiſchen ſeinen Beinen


