Teil eines Werkes 
5. Band (1860)
Entstehung
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birge im Weſten glühten wie durchſichtige Rubinen und die Landſchaft hatte ſich in das duftige Purpur⸗ blau des Abends gehüllt; die Heerden Arnolds nä⸗ herten ſich der Plantage unter dem traulichen hellen Geläute der Metallglocken, welche die Kühe und

Stuten um den Nacken trugen und die Neger be⸗

ſchloſſen ihr Tagewerk, um ſich zu ruhen, zu pflegen und ſich mit den Ihrigen des ſorgenloſen guten Le⸗ bens zu erfreuen, welches ihre ihnen in ſo reichem Maße bereitete.

Eleanor und Amelia hatten ſich in das Haus be⸗ geben, um die Vorbereitungen zu dem Abendeſſen zu machen und Erſtere kam bald unter die Veranda zurück und zeigte an, daß daſſelbe bereit ſtehe.

Frank nahm Farlands Hand und führte ihn in das Speiſezimmer, wo dieſer zwiſchen Eleanor und Amelia an der langen Tafel Platz nahm, zu ihren Seiten Frank und James ſich niederließen und die andern Kinder ſich nach ihrem Alter anreihten. Meh⸗ rere Negerinnen beſorgten die Aufwartung und hinter der kleinen Helen ſtand deren Dienerin, ein Mulatten⸗ mädchen von zwölf Jahren, die der Kleinen bei ihrer Geburt als Eigenthum gegeben war, und wartete ihrer jungen Herrin auf. Vor Farland ſtand eine große Schüſſel mit blendendweißen Wachszellen, die mit waſſerhellem Honig angefüllt waren. Frank ſprach ein kurzes Gebet und dann erfreuten ſich Alle unter