Teil eines Werkes 
5. Band (1866)
Entstehung
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davon befreit und mit zitternder Stimme rief das zu Tode erſchöpfte Mädchen in die Tiefe hinab:

Harrh, gib mir Antwort, um der Gnade Gottes willen gib mir Antwort, Harry!

Kein Ton, kein Laut, keine Bewegung wurde in dem Sarge hörbar.

Da erfaßte Angſt und Entſetzen die Mulattin. Sie neigte ſich hinab in die Grube, zwängte die Hacke unter den Sargdeckel und riß ihn mit ihrer letzten Kraft em por. Sie warf ihn zur Seite und ſtreckte nun bebend ihre Hände hinab zu dem Geliebten. Er rührte ſich nicht, er gab ihr keine Antwort.

Harry, mein Harrh! ſchrie ſie wieder mit herzzer⸗ reißender Stimme, warf ſich zu ihm hinab und hob ſeinen Kopf an ihre Bruſt. Harrh aber gab ihr keine Antwort, Harry bewegte ſich nicht.

Von wilder raſender Verzweiflung ergriffen, hob Luch ihn jetzt in ihren Armen aus dem Sarge empor und zog ihn aus der Grube, klammerte ihre Hände um ihn und trug ihn halb ſchwebend in das Gras, dort aber ſank ſie mit ihm nieder und preßte ihre Lip pen auf ſeinen Mund. Starr und regungsles lag er an ihrem Herzen; ihre liebenden Worte, ihre heißen Küſſe wollten ihn nicht erwecken, ſeine Lippen wur⸗ den kälter und kälter, ſeine Glieder wurden ſtarrer