Teil eines Werkes 
2. Band (1860)
Entstehung
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hierher bringen würde, nach dem Orte abreiſen könne, wohin ſie zu gehen wünſche.

Das Unglück aber, welches ſie betroffen, war zu gräßlich, als daß Troſtworte ihren Schmerz hätten lindern können, in ſtummer Verzweiflung verbrachte ſie die Nacht, und erſt, als das Licht des neuen Tages durch die kleinen Fenſter in den Thurm fiel, ſenkte ſich ein leichter Schlummer mitleidig über die unglück⸗ liche Verwaiſte und ließ ſie auf kurze Zeit das Schreck⸗ liche ihrer Lage vergeſſen.

Burnham entfernte die Mannſchaft, die aus zehn Männern beſtand, aus dem Zimmer, wo Elviſe noch vor dem Kaminfeuer ruhte, damit dieſe nicht durch Geräuſch geweckt werde, und gebrauchte ſelbſt alle Vorſicht, kein ſolches zu erzeugen. Er unterhielt das Feuer, hatte Thee, Kaffee und ein Frühſtück für die Geſcheiterte bereitet und beobachtete jede ihrer Be⸗ wegungen, um ihr beim Erwachen Nahrung zu reichen.

Endlich regte ſie ſich wieder und ihr erſter Blick begegnete dem des Vertrauen einflößenden alten Man⸗ nes, der neben ihr ſaß und theilnehmend auf ſie nie⸗ derſah. Die Thränen, die ihren Augen entquollen, zeigten, daß mit dem Augenblick ihres Erwachens auch ihr Elend in ſeinem ganzen Umfange wieder vor ihre Seele getreten war, ſie ſetzte ſich auf und verbarg ihr Geſicht in ihren Händen.

Faſſen Sie Muth, Fräulein! ſagte der Alte mit