das wohlthuendſte Gefuͤhl uͤbergoß ihre Wange mit einer Purpurgluth— aber ihr Stolz hieß ſie ihre Freude jedem fremden Auge ſorgſam verbergen— ſie kuͤßte mit tiefem Gefuͤhl der hohen Herrin ſchone Hand, und geſtand dieſer mit vor Freude bebender Stimme, wie ſie nur aus einer unuͤberwindlichen Neigung fuͤr Die⸗ ſelbe, ſich entſchloſſen habe, ihr ihre Dienſte anzubieten, weil ihr dieß die einzige Moͤglich⸗ keit geſchienen, ſtets um ſie, die ſie mit an⸗ betender Liebe und Ehrfurcht liebe, ſeyn zu duͤrfen.
Die Herzogin heftete die ſchoͤnen Augen ge⸗ ruͤhrt auf Lucien.— Gutes Mädchen, lispelte ſie, Du wirſt dem Platz Ehre machen, fuͤr. welchen meine Liebe Dich warb, und— Ma⸗ demoiſelle Luqie Vernou kam als Gouvernante Hortenſiens hier an.
Die Hetzogin, die bei unendlich viel gei⸗ ſtigen Vorzuͤgen dennoch eine große Vorliebe fuͤr Paris nicht bekaͤmpfen, und Alles, was ſie um und an ſich hatte, nur von dorther wiſſen wollte, ließ denn auch vor einem halben Jahre neue Meubles und Tapeten einkaufen, um den


