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Alwine, ſprach ich leiſe, meine Freundin, meine Geliebte— ich danke Dir, daß Du im Vertrauen zu mir nicht gewankt haſt— dort ſteht Theodor— Dein Jugendgeliebter— ihn liebteſt Du mit dem reinſten Ergluͤhen der er⸗ ſten heiligen Jugendliebe— ſo wie er Dich.— Alwine, ſprach ich, die Erbleichende an meine Bruſt druͤckend— Alwine, auch ich liebe Dich mit unausſprechlicher Innigkeit— doch bin ich ſtark genng, mein Glück dem Deinigen zum Opfer bringen zu wollen, wenn Du ihn wählſt — waͤhle Alwine! wähle frei zwiſchen uns Beiden, die wir Dich mit Liebe lieben — Du biſt freil„6— jun
Alwine umſchlang mih jeſ mit beiden Armen— aber ihr Auge ſuchte nach Theodor — und als des Jünglings bebende Lippe ſich öffnete, und leiſe der Name der innig treu Geliebten ſich von dem bewegten Herzen löſte, da ſank mit frendigem Entzücken Alwine an ſeine Bruſt— und die friſchen, roſigen Lip⸗
pen lispelten ihm das Geſtändniß ihrer unge⸗
theilten, heiligen Liebe ins volle, trunkene Herz ⸗ 18*


