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— 243— Herz auch frei? Sind Sie auch gewiß uͤberzeugt,
daß ich mit meinem Antrag nicht ſtörend zwi⸗
ſchen ein fruͤheres Bündniß trete? Mama hatte mir verſichernd die Hand gedruͤckt. Guter Ster⸗ nau, hatte ſie geſagt, Alwine iſt frei, glauben Sie mir, und zum Beweis, daß ich die Wahr⸗ heit rede, will ich Ihnen das einzige Geheimniß euthuͤllen, das wir bis jetzt vor Ihnen gehabt.
Allerdings feſſelte eine Jugendneigung Al⸗
winens Herz. Sie iſt mit Hedwig, welche Sie
kennen, und deren Bruder aufgewachſen; der
tetztere war ein überaus liebenswuͤrdiger Jüng⸗ ling, mit den ſchonſten Talenten reich ausgeſtat⸗
tet, welche zu den groͤßten Hoffnungen berech⸗ tigten— allein— er war arm— die Ausſicht auf eine baldige Anſtellung bei ſeiner Jugend eine ſehr ferne, und ſo mühte ich mich, meiner vernuͤnftigen Alwine anſchaulich zu machen, daß unter ſolchen Umſtaͤnden, ein feſtes Band zu knuͤpfen, ſehr vernunftwidrig ſey. Alwine war ein folgſames Mädchen, zudem, moͤgen Sie doch lächeln, nur wenig abergläubig; ihr hatte in den Kinderjahren eine Zigeunerin ein Mal geſagt, ſie
werde zwei Mal den Verlobungsring aus den
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