urplötzlich tauchte aus dem Gluthſtrom meiner Phantaſie glanzumfloſſen Mariens lieb⸗
liche Geſtalt auf— und mit Entzuͤcken üͤber⸗
ſchaute ich die Vergangenheit— wie ein heller Stern glaͤnzte in dem Kranze lieblicher Erinne⸗
rungen eine Begebenheit meiner erſten Univer⸗
ſitaͤtsjahre auf.
Stroͤmborſt war mein vertrauteſter Jugend⸗ freund.
Als die Zeit der Ferien heran kamen, ſprach er: Reiſe mit mir zu meinem Oheim auf ſeine Guͤter am Rhein. Julius, reizt Dich der Ge⸗ danke nicht, den Rheinſtrom kennen zu lernen?
Ich warf mich in ſeine Arme— ich gehe mit Dir! rief ich freudig; und als die Ferien⸗ zeit erſchien, eilten wir uͤber Frankfurt und Darmſtadt auf Oppenheim zu. Da ſtanden wir am diesſeitigen Ufer, und ein unnennbares Gefuͤhl bewegte mein Herz beim Beſchauen der reinen, gruͤnlich ſchimmernden Wogen des ma⸗


