— 237— tiefen Ohnmacht gefunden, ihm gleich und ihr
hinterher gewiß ſehr angenehm; denn das erſte
Wiederſehn mußte fuͤr beide ſehr peinlich ſeyn. Die Oberſtin, als Frau von Welt, hatte keine Verlegenheit blicken laſſen; beide Eltern bezeigten ihm die hoͤchſte Aufmerkſamkeit und beſonders ſchien der Oberſt, ſeitdem er ſich mehr fuͤr Saphir und weniger fuͤr die Sonntag intereſſir⸗ te, ihn jetzt vorzuglich zu lieben; wozu der Um⸗ ſtand, daß Lomberg's Vater, nach Paulow's Verſicherung, ein tuͤchtiger Kaufmann geweſen, und daß er ſelbſt, nach neuern zuverlaͤſſigen Be⸗ richten, noch nie verheirathet geweſen, gewiß nicht wenig beitrug.
Auch der Stein der 5000 Thlr. wurde den armen Oberſt bald vom Herzen genommen. Es gingen gluͤckliche Briefe und viel ſchon auf⸗ gegebene Summen ein; nur mit der guten Na⸗ talie ward es täglich ſchlimmer und dadurch ſank auch wieder Lomberg's Credit, jedoch end⸗ lich am Neujahrstage fuͤhlte ſie ſich Plotzlich ſo wohl, wie noch nie, und das Bewußtſeyn, das ihr lange gefehlt hatte, ſchien jetzt zum erſten Male wieder lebhaft in ihr wach zu ſeyn⸗
Sie erkannte Lomberg, ſchien ſehr ver⸗ wirrt und wagte nicht, die Augen aufzuſchla⸗ gen. Allmaͤhlich gab ihr die Mutter einiges gelinde Licht von dem, was ſich begeben hatte,
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