ein fremder Kaufmann— ein geheimer Freund
der Kriegsräthin— das Wort, und verſicherte, daß es ihm leid thue, einen hier ſcheinbar hoch⸗ geachteten Mann, nicht ganz verunglimpft laſ⸗ ſen zu konnen. Er kenne den Herrn Lomberg von Gera her, wo er eine Zeitlang mit ihm zu⸗ ſammen gelebt, als einen ſehr immoraliſchen WMenſchen. Er ſey auch von dort bei Nacht und Nebel mit Zuruͤcklaſſung vieler Schulden fortge⸗
gangen, ohne auch nur im mindeſten fuͤr ſeine jetzt noch dort lebende Frau und drei unmuͤndi⸗ ge Kinder zu ſorgen; ja ſeine Schlechtheit gegen die ohnehin nur ſchwaͤchliche Frau ſey eines Ta⸗ ges ſo weit gegangen, daß er dieſelbe um Mit⸗ ternacht, weil ſie auf ſeinen Befehl nicht gleich das ſchreiende Kind gezuͤchtigt, vor die Thuͤr hinausgeworfen, und mehrere Stunden lang auf dem kalten Flur habe frieren laſſen.
Die ganze Geſellſchaft war uͤber den Bar⸗ baren empoͤrt, und Natalie verlor auch 8 letzte Spur von Zuneigung.
Iſt es moglich? dachte ſie im Stillen, daß die Verſtellungskunſt ſo weit gehen kann? Ja,
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