„Bitte, bitte, nicht zurnen!“ flehten alle viere. Und Burg und Lalage ſanken zu des Vaters Fü⸗ ßen und baten um ſeinen Segen. Er wollte noch etwas einwenden, aber die Schwaͤgerin fugte ihre Bitten hinzu, und ſie war ſtets unwiderſtehlich für ihn. Er weinte und lachte, ſegnete laut und ver⸗ wuͤnſchte heimlich Alles, was um ihn war.
Zum Gluͤ en Rektor hat ſpaͤterhin
Niemand erfahren er am ſelbigen Tage
den Primanern den Horaz erließ und die Stunde
ſchenkte, weshalb die Magd eine Flaſche Elfer aus
m Keller holen mußte, wovon ſie eine Viertel⸗
ſtunde darauf kein Troͤpfchen mehr fand, und wes⸗ halb eigentlich der Alte ſo ploͤtzlich und unerwartet auf der Schwaͤgerin Zimmer erſchien.
Roſer war nach drei Monaten Conrektor und fruͤhen ſchon des Rektors Liebling; denn der gute Alte war mit der Zeit nicht fortgeſchritten und Roſer verdeckte die Bloͤſen ſeines Vorgeſetzten im⸗ mer gut. 5 Burg trat ſein eintragliches Amt an. Beide
machten an einem Tage Hochzeit. Herr von
Schmalgau wurde von Allen dazu geladen. Er verfehlte nicht zu kommen, aß und trank eine


