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Die Schmuggler
Entstehung
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gekommen iſt, immer aͤrger. Ich kann nicht laͤnger mit dem Geſtaͤndniß zuruͤckhalten, mein Fraͤulein, daß ich in allem Ernſte ſterblich in Madame Schel⸗ ler verliebt bin. Junge ſchoͤne Wittwen haben fuͤr mich jederzeit etwas hoͤchſt Intereſſantes gehabt, und ſeit ich Ihr Tantchen geſehn und geſprochen habe, iſt mir nicht anders zu Sinne, als muͤßt' ich bald Ihr Onkel werden. Und um gar nichts zu verhehlen, ſollen Sie wiſſen, daß ich mit Burg noch vor Tiſche auf die Onkelei getrunken habe. Wenn nur der duͤrre, glatzkoͤpfige, abgeſchmackte Conrektor nicht waͤre.“

„Ich kann Ihnen auch nicht die mindeſte Hoff⸗ nung auf die liebe Tante geben,“ ſagte Lalage, „und ſonderbar genug haͤtt' ich Ihnen geſtern Abend bei unſerm Scheiden faſt mit Gewißheit zu⸗ ſichern wollen, Sie wären ihr gar nicht gleichgül⸗ tig, ſie wuͤrden den alten, haäßlichen, hoͤlzernen Conrektor ausſtechen.“

„Und hat ſich in den zwei Stunden, die wir uns nicht ſahen, ihre Meinung ſo ganz geaͤndert?“ „Allerdings! Es iſt mir in dieſem kurzen Zeitraume helles Licht uͤber die wahre Neigung der guten Tante geworden.

Fruͤher glaubte ich und 1