Teil eines Werkes 
3. Band (1828)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

414

getragen hatte. Sie erzaͤhlte, was ſie ſelbſt wußte, einem Geiſtlichen der St. Joſephskirche, bei dem ſie wohnte. Dieſer rieth ihr unge⸗ geſaͤumt, der Obrigkeit davon Anzeige zu ma⸗ chen. In vier und zwanzig Stunden erhielt ſie in ihrem Hauſe eine Vorladung; und ſie erſchien vor dem Rath Holger, der, die Augen auf ſie geheftet, ihr zuerſt die Schachtel von Birken⸗ holz vorlegte. Die arme Frau erkannte ſie ſogleich fuͤr die, welche ſie in den Gaſthof zum Prinzen Eugen getragen hatte.

Die Obrigkeit glaubte ſich natuͤrlich auf die Spur des zu belangenden Agenten, das heißt des wahren Verbrechers. Um ſie nicht zu ver⸗ lieren, bemuͤhte ſich der Rath Holger, das Zu⸗ trauen der armen Frau zu gewinnen; eine unnoͤ⸗ thige Vorſicht; denn die rechtſchaffene Frau wollte ſelbſt ſprechen. Nach verſchiedenen Fra⸗ gen, auf die ſie ganz aufrichtig antwortete, er⸗ klaͤrte ſie ſich, vom Baron Holger aufgefordert, folgendermaaßen:

Derſelbe Unbekannte, der das erſtemal zu mir ſagte:«Ihr ſitzt zu Euerm Gluͤck hier, gute Mutter, ermangelt nicht wieder hieher zu kommen, und rechnet darauf, daß ich mich eu⸗ rer erinnern werde!ſtand ploͤtzlich vor mir