VI liche Frage habe ich nicht bis zu den äußerſten Conſequenzen verfolgen dürfen. Dazu iſt der Tag noch nicht da. Aber der Verſtändige lieſt zwiſchen den Zeilen; angedeutet iſt Alles, und der noth⸗ wendig tragiſche Conflict in der Novelle iſt mehr als ſymboliſch.
Und wenn Sie an den„Leinweber“ erinnern, ſo iſt doch nicht möglich, die proteusartige Gegen⸗ wart in einer kleinen einbändigen Novelle auch nur entfernt ähnlich abzuhandeln, wie die ganz gleiche Zeitbewegung zu Anfang des 16. Jahrhunderts in meinem Roman in neun ſtarken Bänden be⸗ handelt worden iſt. Ganz durchdrungen von der größten Aufgabe des echten Romanſchreibers:„einen getreuen Spiegel der Menſchenwelt in den ver⸗ ſchiedenen Zeiten zu geben und das Emporringen des Menſchengeiſtes, welches der Gottesgeiſt ſelbſt iſt, in den Individuen zu ſchildern,“ mußte ich dort, um die großartige Gegenwart richtig und ver⸗ ſtändlich darzuſtellen, zum Beginn der Bewegung


