Teil eines Werkes 
2. Band (1834)
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beruͤhrte ſein zarter Finger doch die ſchwellenden kaubknospen, ſo hauchte ſein würziger Athem doch

über die Erde hin, als ob er ſich bengte zu erſpähen,

ob die Blumenſproſſen noch nicht hervorkommen wollten. Recht gemächlich hatte ſich der willkommne Freudenverkünder am Nonnenkloſter Santa Maria und Magdalena, ohnfern dem Ufer des Arno, ei⸗ nige Stunden von Florenz nach Piſa zu, gelagert, ſeh es nun, daß er dem paradieſiſchen Thale, durch welches der Fluß ſich ſchlängelte und aus welchem die gaſtlichen Thürme des Kloſters ſo einladend ragten, dieſen Vorzug gab, oder daß er, angezogen von den weiblichen Schönheiten, die in den ſteiner⸗ nen Gebäuden walteten, und gefeſſelt vom Reiz ihrer Anmuth, ſo ſchelmiſch lächelnd das Kloſter umſchlich, ſo heimlich blinzelnd über die Mauer blickte und in den ſtillen Räumen umherlauſchte. Die letztere Annahme verdient faſt den Vorzug, wenn man, von ſüßem, trunknem Erſtaunen erfaßt, die wunderliebliche Geſtalt eines jungen, durch den

Hofraum wandelnden Frauenbildes erblickt und,

ſich ſelbſt vergeſſend, der Holden in das große, braune, ſchwimmende Auge von zaubermildem, gů⸗ tigem Ausdruck ſchaut, wenn man die regelmäßigen,