Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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Plötzlich ſtürzten der Töpfer Reinhard und ſein Lehrjunge, entſetzt und todtenbleich in unſre Mitte und deuteten mit Schreckensgeberden nach dem Hexenborne, wo wir zu unſerm Erſtaunen eine Menge Lichter in Form des heiligen Kreuzes flammen ſahen. Reinhard ſtammelte, der Vogt ſei ein Zauberer, der ſeine Tochter verhert; beide ſäßen unten am Borne, mitten unter dem geſpenſtigen Spuk, den er ſchon oft um Mitter⸗ nacht mit Entſetzen gewahrt habe.

Wahrlich, höchſt ſeltſam!v ſagte der Graf nachdenklich.Alſo in Form eines Kreuzes ſaht Ihr die wunderbaren Lichter brennen?2

So iſt's!v riefen Alle.Es war ein großes Kreuz.

«So hab' ich ſie in dunkler Nacht vft ſchon geſehn, nahm jetzt der Töpfer Reinhard das Wort, abald waren ihrer viel, bald wenig.

Mir kommen Gedanken zu Sinn, die mir der Himmel eingibt, wandte ſich der Graf zu ſeiner Gemahlin.«Sag, Töpfer, was trieb dich in dieſer Nacht zum Borne?

Die Rache, Herr. Der Vogt iſt mein ärg⸗ ſter Feind.»

Nicht alſo, Herr Graf, ſprach der junge