Und ſetzt' ſich an die Linde⸗ Drauf drückt' und küſſt er manche Stund' Hand, Buſen, Wange, Stirn und Mund Dem allerliebſten Kinde. Dann rief er froh:„das geht ja gut!⸗ Und ſchwenkte jubelnd ſeinen Hut. Und heiſa diedeldum!
Ging's wieder raſch herum.“
Die Fenſter der Schauenburg ſtrahlten Licht⸗ glanz in die Racht. Das Mahl war gerüſtet, aber Ludwig war mit Adelheit in ihr Kloſet getreten.
«Ja, geliebtes Weib, rief er ihr zu, ſie umarmend, eich bringe Vergebung unſrer Sünde, und den Segen des heiligen Vaters.
aSo können wir uns nun rein und geſühnt
umfangen? fragte Adelheit, trunken von der Gnade des Himmels. sWir können es. Neues Leben quoll in meine
Bruſt, als ich zerknirſcht zu den Füßen des greiſen
Kirchenkönigs auf St. Peter's Thron lag und er die gnadenvollen Worte an mich richtete; Deine
Schuld ſoll dir vergeben ſein, doch mußt du mit
deinem Weibe Klöſter bauen in Thüringen. Dann wird Gott Euch austilgen aus dem Buche der Sünde.v


