Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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WVie gräßlich du biſt!»

Nein, Edelgunde, du haſt mich nie geliebt, ſonſt könnteſt du nicht über einen Plan zürnen, den mir allein die glühendſte Leidenſchaft der Liebe zu dir eingab, die jetzt von der Verzwei⸗ flung aufs AKußerſte getrieben wird.y

aAch, ich ſchäme mich vor mir ſelbſt, wenn ich bedenke, was du von mir verlangſt!

Glaubſt du wirklich, daß die Ehen im Him⸗ mel geſchloſſen werden? Ich glaube es nicht. Nur die Liebe entſtammt dem Himmel, die Ehe nicht. Was darf es dich, die Liebende kümmern, wenn du eine irdiſche Form verletzeſt, aber den ewigen Geſetzen der Natur gehorchſt, die ein liebender Gott mit Sternen an den Himmel, mit Blumen auf die Erde, und mit Gefühlen in unſte Bruſt geſchrieben hat? Mein wirſt du, mein Weib vor Gott und die Engel werden ſich freuen über unſern Bund. Die Menſchen aber ſollen nichts erfahren, nichts ahnen von unſerm Glücke. Der Baron iſt ſchon ein Funfziger, und hat für nichts Sinn als ſeine Tabackspfeife und ſeine Büchſen und Jagdhunde. Aber, mein Gott! ich ſpreche, als hätte er ſchon um dich angehalten, und noch kennt er dich nicht und es iſt mir wohl bekannt, daß er nie heirathen will.