Teil eines Werkes 
4. Band (1834)
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cWelche Betiſe! Ein vernünftiger Mann muß heirathen. Was für einen Grund ſollte der Herr Baron dazu haben, ſtets Gargon zu bleiben ²2 Wenn ich nicht irre, iſt ihm in früher Ju⸗ gend viel Unglück oder ſonſt etwas Böſes pro⸗ phezeit worden. Und der gnädige Herr Barvn iſt etwas abergläubiſch. Man muß ihn aufklären, muß ihm die Rich⸗ tigkeit des Aberglaubens nachweiſen, muß ihm ſagen, daß dergleichen Extravaganzen nur für den Plebs ſind und ein adeliger Mann ſich ſchämen ſollte, ſo etwas nur zu ſagen. Fi donc! sWir wollens verſuchen,v ſagte der Landkom⸗ miſſär kleinlaut, nahm Mütze und Reitgerte, und empfahl ſich zu Gnaden. Der Hofmarſchall drückte gravitätiſch die linke Hand an den verroſteten Degengriff, und ließ ſich ſo weit herab, dem Scheidenden die Rechte an der Thüre zu reichen; Frau von Birkenſtein zeigte ſich aber heute noch viel gütiger und begleitete den ſtämmigen Pa⸗ then ſogar durch das Vorzimmer. Hier faßte ſie die derbe Hand des jungen Landbauers plötz⸗ lichmit mütterlicher Zärtlichkeit, und flüſterte ihm zu: Guſtav, du erhälſt fünfzig Stück Lvuisd'vr von mir, wenn die Heirath zu Stande kommt. Ich konnte dir dieſe Zuſage nicht in Gegenwart