Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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Bechſtein, Ludwig, Gedichte. gr. 8. Geheftet Rthlr. 2. fl. 3. 30 kr.

Ludwig PBechſtein wurde bei ſeinem erſten Auftreten in der literaxiſchen Welt vom deutſchen Publikum als einer

der liebenswürdiaſten jungeren Dichter begrüßt; man fand in ſeinem Todtentanz, in ſeinem Fauſt, in ſeinem Luther Adel der Geſinnung mit Wohllaut des Ausdrucks, Wahrheit der Empfindung mit lieblicher Natürlichkeit der Darſtellung gevaart, und erkannte als Charakteriſtiſches des Dichter einen friſchen Schmelz des Fruhlings, der alle ſeine Dich⸗ rungen wie eine arte Laſur überhaucht. Alle dieſe Vorzüge, welche ſeine größeren Dichtungen auszeichnen, finden ſich in weit höherem Grade in ſeinen kleineren Gedichten, welche hier zum erſtenmal geſammelt erſcheinen, ia es läßt ſich vielleicht ſogar behaupten, daß in dem einfachen herzlichen Leoe, in der heimiſchen Sage die Eigenthumlichkeit unſeres Dichters ſich in den lebhafreſten Farben zeigt. Die zahlreichen Freunde Bechſteins werden durch dieſe ſorgfälrig ausgewählte Sammitung ſeiner Dichtungen gewiß vermehrt werden.

Biedenfeld, Freiherr von, Novellen und bunte Blätter. 2 Theile. S. Rthlr. 2. 18 gr. fl. 4. 30 kr.

Belani, H. C. R., Romantiſche Erzählungen aus Portugal's Geſchichte. S. Rthlr. 1. 12 gr. ſ. 2. 42 kr.

der Heimathloſe. Roman in Zeitbildern. 3 Theile. Rthlr. 4. fl. 7.

der Premierminiſter. Geſchichtliches Volks⸗ und Sittengemälde. 4 Theile. S. Rthlr. 4. 18gr. l. 8. 24 kr.

der Geächtete. Geſchichtlicher Roman aus dem Anfange des ſechszehnten Jahrhun⸗ derts. 3 Theile. S. Rthlr. 4. fl. 7.

Belani iſt ſchon in ſeinemHeimathloſen und ſeinem Premierminiſter, in denen er merkwürdige Zeitabſchnitte durch iebendige Vorführung großer handelnder Charaktere, welche die Seele ihrer Zeit waren, childerte, in die Reihe der deutſchen hiſtoriſchen Romanſchriftſteller ehrenvoll einge⸗ treten. Er verfolat dieſe Vahn mit Ernſt auch in demGeäch⸗ teten, der ein charakteriſtiſches Zeirbild vom Anfang des rechszehnten Jahrhunderts vorführt. Die herrlichen Geſtalten, Georg von Frundsberg, derVater der frommen Lands⸗ knechte, und Karl von Bourbon, von Franz I. und dem Pabſt geächter, im Dienſt des deutſchen Kaiſers, ſind der Mitteiwunkt, um den ſich die andern Figuren in manniafal⸗ tigen Geſtaltungen herumgruppiren. Bald vefinden wir uns mitten in Kamvf und Sieg, dor Rom und Pavia, bald im Lager, bald im häuslichen Stillleben. Aber überalt wird man gefeſſelt durch die lebendtaſte treuſte Schilderung jener ritter⸗ lichen abentheuerlichen Zeiten.