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in Gaza anlangte. Schon von Aegypten aus hatte er ſich mit Nathan Benjamin in Verbindung geſetzt.
Dieſer gelehrte Rabbi, ſonſt voller Scherz und Fröhlichkeit, hatte ſich ſeit ſechs bis ſieben Jahren ſo ganz umgeändert, daß er neben dem Rufe ſei⸗ ner großen Gelehrſamkeit auch in den einer großen Heiligkeit gekommen war. Von dieſer Zeit an hatte Nathan Benjamin die baldige Ankunft des Meſſias nicht nur in Gaza, ſondern in allen Städten Palä⸗ ſtinas verkündigt und das Volk zur Vuße ermahnt. Jetzt, als Sabbathai nach Gaza kam, verfügte er ſich— nach genommener Verabredung beider— nicht zu Nathan, ſondern in die Synagoge. Nathan aber rief plötzlich auf den Straßen, nicht anders, als ſei eine Verzückung über ihn gekommen:„Die⸗ ſer Sabbathai Zewi, der in unſerer Stadt erſchie⸗ nen, iſt der Heiland Israels, von deſſen baldigem Erſcheinen ich euch geweiſſagt; dieſer iſt der Ge⸗ ſalbte unſeres Gottes! er iſt der Stern Jakobs! außer ihm iſt keiner, und auf ihn haben alle Pro⸗ pheten gedeutet.“
Die Juden liefen mit großem Geſchrei zuſam⸗ men, und hinterbrachten Sabbathai, der unterdeſ⸗


