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Dieſer ſchlug die Augen auf, und wehrte mit den Händen ab; Zadik de Curbano und Rahel ſtanden vor ihm.
„Da ſieh nun den ſtolzen König der Juden, den
Herrn der Engel und Geiſter!“ höhnte Curbano, zu
ſeiner Tochter gewandt;„ſieh das Bild deiner Ju⸗ gendträume, das Ziel deiner Wünſche, den erhabe⸗ nen Inbegriff all deiner Liebe, da, ſieh den Beſitzer von Salomos Ring, den hochfahrenden Planeſchmied, den du zum Meſſias machen wollteſt, da liegt er, ein elender Bettler!“ Sabbathai hörte nicht all den Hohn des beleidigten Vaters; er war ohnmäch⸗ tig zurückgeſunken. Rahel wollte ihm weinend zu Hülſe eilen, aber Zadik riß ſie zürnend fort, be⸗ zahlte dem Griechen die Ueberfahrt, und ließ dem Gegenſtande ſeiner nun geſättigten Rache noch ein anſehnliches Geldgeſchenk zuſtellen.
„Fürwahr,“ ſagte er befriedigt zu der ſtill ne⸗ ben ihm wandelnden Tochter,„als ich die Reiſe zu deiner Beruhigung und Aufheiterung mit dir antrat, glaubte ich nicht, daß dir unſer Gott ein ſo kräf⸗ tiges Heilmittel auf dieſem Wege im fremden Lande zuſchicken würde, wie den elenden Anblick dieſes


