Teil eines Werkes 
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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krank, die Arme,“ ſagte er bedauernd,„und ihr Alle ſeht es nicht; ein arges, faſt fürcht' ich tödtli⸗ ches Gift frißt an ihrem Herzen, ſie verzehrt ſich von Tag zu Tag mehr, und meine Liebe zu ihr, der ich mich nimmer abthun kann, hat entdeckt, wie ſehr ſie leidet, obgleich ihr Mund ſtumm iſt.“

„Krank?“ fragte Zipora mit Beſorgniß.„Ihr könnt recht haben, Chacham. Ich ſah ſie geſtern und ihre bleiche verwandelte Geſtalt fiel mir auf; ſie war einſylbig und theilnahmlos. Doch glaubte ich, der Herr habe ihren Schvos geſegnet, und die befruchtende Hand Gottes, die ſie berührt, ſolche Verwandlung hervorgerufen.“

„Entquellen dem jungen Weibe, das ſolche Hoffnungen hegt, auch Thränen auf Thränen, deren ſalziges Waſſer die ſchönſten Augen trübt? Glaub' ich doch faſt, ſie weint Nacht für Nacht. Mir will bedünken, als ſei es der böſe Geiſt Aſchmedai, der am erſten Tage der Hochzeit ſchon eingekehrt in dies Haus.“

„Nimmermehr! Wie liebt ſie Sabbathai und mit welcher hohen Glut wird ſie von ihm geliebt!“

„Und doch hat man von einer Nachtwandlerin