bäumen, und unten, wo das Meer an den Fundamen⸗ ten der Feſtungswerke leckt, dichtes hochemporge⸗ ſchoſſenes Rohrgebüſch; unmittelbar hinter dem Schloſſe thürmen ſich ſteile, ſchwarze Hügel auf, deren Scheitel wiederum von grünem Wald bedeckt ſind. Weiter öſtlich liegen die Hafen⸗ und Rhede⸗ gebäude, und an ſie ſchließen ſich die breiten und bequemen Straßen der Frankenſtadt an. Am Hügel hinauf, je bauſchiger und höher er die Flügel aus⸗ dehnt, drängen ſich die Griechen⸗ Armenier⸗Juden⸗ und Türkenſtadt, nicht regelmäßig geſchieden, obgleich die Bekenner des Islam die höchſtgelegenen Gebiete einnehmen. Ihre Häuſer und Gärten ſind mit Stufen verſehen, die ſich, aus der Ferne betrachtet, höchſt maleriſch ausnehmen. Den Reiz des Anblicks erhöhen die zwiſchen die aufſteigenden Häuſerreihen teraſſenförmig eingeſtreueten grünen Gärten mit ihren zahlreichen Bäumen. Ueber der Stadt ziehen ſich gleichſam in Etagen die mit dunkeln Cypreſſenwäldern überſchatteten Begräbnißplätze am Berge hin, eine ernſte Schattirung in dem freundlichen Bilde, und über dem Ganzen erhebt ſich, auf des Berges Gipfel, die weitläufige Ruine eines mittelalterigen venetiani⸗
Teil eines Werkes
2. Theil (1836) Des Sternes Wachstum, oder Der Märtyrer / von Ludwig Storch
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