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mit einem, in zierlichen Abſtufungen nach entgegen⸗ geſetzter Richtung heruntergeſchlungenen ſeidnen Zeuge überdeckt und über der Stirne mit einer goldnen Spange vereinigt war. Dieſes Zeug wechſelte, um die glänzende Weiße des Tulbends auf eine ergöz⸗ zende Art zu heben, und die wellenförmig aufſtei⸗ genden Umläufe dem Auge im prunkendſten Farben⸗ ſpiele entgegen zu zaubern, hellblau, hellgrün, Pur⸗ pur und Roſenroth, goldgeblümt buntgewebt oder glänzend geſtickt. Zwiſchen dieſer das Auge berau⸗ ſchenden Farbenpracht funkelten in ſtufenweiſer Folge die koſtbarſten Edelſteine und die reizendſten Per⸗ lenſchnüre ſchlängelten ſich hindurch bis zu einer lieblichen Verſchlingung und Vereinigung auf der Krone des Tulbends. Mit dieſem ſtand das goldne Stirnſchild in Verbindung, welches mit geſchliffnen Edelſteinen aller Art, als Rubinen, Smaragden, Topaſen, Chriſolythen und Laſurſteinen eingefaßt, unter dem Haare am Hinterkopfe befeſtigt und mit einer Korallenſchnur verſehen war, welche um Schläfe und Wangen ſich unter dem Kinn hinzog. An dieſe Schnur ſchloß ſich die dreifache goldene Halskette an, deren Ringe nach unten zu bogiger und tiefer


