Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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bärtigen Männern, die mit frommer Scheu auf ſie blickten.

Hierauf ſtieg Lewis auf den Schloßthurm, und Eliſabeth und Sally begleiteten ihn. Man konnte die Letztere nicht vermögen, ſich einen Augenblick Raſt zu gönnen; ſie gab vor, weder Ermattung noch Schmerz an ihrer Wunde zu fühlen. Lewis pflanzte die geret⸗ tete Fahne auf den Thurm und beobachtete dann die Lage des übrigen Heeres und die Bewegungen des Feindes außerhalb des Schloſſes.

Den kühnen Mann ſchreckte es nicht, als er ſah, wie der letztere ſich zu einer Belagerung, oder wohl eher zu einem Sturme anſchickte, deſſen Ausgang vor⸗ herſehend, er ſchon alle Maßregeln getroffen hatte. Wohl aber erfüllte es ihn mit tiefem Kummer, als er, den Blick nach Weſten wendend, bemerkte, daß die

Stadt Eniskillen bereits in den Händen der Feinde war, und daß ein großer Theil des verbündeten Hee⸗ res, des tapfern Leßlie's als Führer entbehrend, auf⸗ gelöſt in wilder Flucht, nach allen Seiten zerſprengt, von den britiſchen Dragonern umzingelt und ſcho⸗ nungslos niedergemetzelt, ein andrer aber, der noch ei⸗ nige Ordnung in der retirirenden Kolonne beobachtete, ſo heftig verfolgt wurde, daß ein glückliches Entkom⸗ men kaum denkbar war.

Die Sonne ging eben unter und goß ſcheidend noch das blutflammende Abendroth über die Bergſpi⸗ tzen von Sligo aus; im Oſten aber röthete ſich der Himmel gleichfalls, und die Mondſcheibe ſtieg dunkel gefärbt empor, um die Erfüllung ihrer Weiſſagung von voriger Nacht theilnahmlos zu betrachten. Lewis O'Donnel ließ dagegen ſeinen Blick ſchmerzlich über die Gegend gleiten; an die Brüſtung des Thurmes ge⸗