Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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Kreiſe die zahlloſen Schiffe der noch nicht lange vom Siegeszuge am Cap St. Vincent heimgekehrten, ſowie

einer andern zum Auslaufen fertigen Flotte gleich un⸗ förmlichen ſchwarzen Maſſen vor ihren Ankern wieg⸗

ten. Wie ein entlaubter Wald ſtarrten die rieſigen Maſten in die Nachtluft.

Das„all's well“ der wachhabenden Marine⸗ ſoldaten, welches in regelmäßigen Zwiſchenräumen durch die Flotte erſchallte, das monotone Plätſchern des die Schiffe umſpielenden Waſſers, und das entfernte dumpfe Rollen der ſich an den Feſtungswerken von Portsmoutheaſtle und Monkton brechenden Brandung war das einzige Geräuſch, welches im erſten Viertel dieſer verhängnißvollen Nacht vernommen wurde.

Arglos ſchlummerten Tauſende von ermüdeten Seeleuten in ihren Hangmatten, um ſich zu den ſchwe⸗ ren Berufsgeſchäften für den folgenden Morgen zu ſtärken. Süße Träume umgaukelten die, welche nach langer Abweſenheit und manchem überſtandenen Aben⸗ teuer die ihnen mit Sehnſucht am heimatlichen Herde entgegenharrenden Lieben bald zu umarmen hofften. Auch denen, welche mit Gefahr ihres Lebens, um den nöthigen Unterhalt für eine zahlreiche Familie zu er⸗ werben, im Begriff waren, in wenigen Tagen eine neue beſchwerliche Fahrt anzutreten, und den Unglück⸗ lichen, die durch den Preßgang mit Gewalt an Bord der Kriegsſchiffe geſchleppt worden waren, hatte der Schlummergott wohlthätig die Augen geſchloſſen.

Doch nur kurze Zeit dauerte dieſe Ruhe; denn ſchon wurden die dunkeln Looſe geſchüttelt, die, in ge⸗ heimer Werkſtatt erzeugt, Entſetzen und Verderben über die Schläfer bringen ſollten.

Etwa eine Stunde mochte nach der Ablöſung der erſten Nachtwache verfloſſen ſein, als auf der Fregatte

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