Teil eines Werkes 
3. Theil (1856)
Entstehung
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dem Käfig befreiter Vogel über die düſtre Waſſer⸗ fläche dahinſchoß. Der Lärm der empörten Stadt ver⸗ hallte fern und ferner, ſchauerliche Stille umfing das Schiff; O'Donnels Seele trauerte um Sally. Stumm ſaß er neben Eliſabeth, drückte ihre Hand und zos ſie ſeufzend an ſeine Bruſt; da fühlte er das Knattern eines Papiers, das ihm ſchnell Michauls letzte Worte in's Gedächtniß zurückrief. Eben ſo raſch hatte er das Blatt hervorgezogen, entfaltet und war damit an die nahe Kajütenlampe getreten. Er las:Mein theu⸗ rer Sir! Ich bin entſchloſſen, für Sie zu ſterben, Ir⸗ lands Tyrannen hatten Ihren Tod beſchloſſen, ſie wer⸗ den dem Kühnen, der ſich für Sie eindrängt, nicht das Leben ſchenken. Auch ſterb' ich gern und freudig, wenn Sie gerettet ſind. Aber ein Geheimniß, das ich ſeit dem Tode meiner Mutter bewahre, kann ich nicht mit mir in's Grab nehmen; doch auch nur Ihnen allein kann ich's vertrauen. Es geſchieht, damit Sie meine Liebe zu Ihnen richtig würdigen ſollen. So mögen Sie denn erfahren, Sir, daß ich Ihr Bruder und durch die Bande des Bluts mit Ihnen verbunden bin. Meine Mutter, der Gott die ewige Seligkeit ſchenken möge, war nicht allein die Dienerin, ſie war auch die Geliebte Sir Williams, eh' Beide verheirathet waren, und ſie würde ſein Weib geworden ſein, hätte Kilda⸗ re's Treuloſigkeit an Ihrer Frau Mutter nicht die Schickſalswürfel gerüttelt, ſo daß ſie anders fielen, als man berechnet hatte. Ich war die Frucht jener Liebe, und die gute ſelige Dora hat es nie bereut, ſich einem ſo edlen Manne, wie unſer Vater war, in Liebe er⸗ geben zu haben. Ihre Neigung zu ihm erloſch ſelbſt

mit ſeinem unglücklichen Ende nicht, und auch er gab

ihr bei ſeinen Lebzeiten oft Beweiſe ſeines Wohlwol⸗ lens. Ich verſprach meiner ſterbenden Mutter mein