Euerer frühern Geliebten, mit der reizenden Tochter des Herzogs von Ormund hat?“
„Wie kommt Ihr auf dieſe ſeltſame Frage?“
„Ei, wißt Ihr ſchon nicht mehr, daß ich das Stu⸗ dium der ars sympathetica mit Eifer getrieben, daß ich etwas auf die geheimen Wiſſenſchaften halte und auf Euerem Schiffe für einen Hexenmeiſter gelte?“
„Und wenn mir nun wirklich des Fräuleins Aehn⸗ lichkeit nicht allein mit meiner Henrica, ſondern auch mit meiner erſten Liebe in Liſſabon auffiele, was wür⸗ det Ihr mittels Eurer geheimen Wiſſenſchaft daraus ſchließen?“
„Daß ſie Euch beſtimmt iſt und nicht mir.“
„Ihr ſcherzt! Ich denke mich nach Se. Excellenz, des Herrn Feldmarſchalls Grafen Mörner's Willen bald mit dem Fräulein Broke zu vermählen, mit wel⸗ cher ich, ſo lang' ich in Schweden bin, Bekannſchaft habe. Mein Patron und Gönner wünſcht unſre Ehe, und ich habe keinen Grund, mich dieſem gnädigſten Wunſche, der mein Beſtes erzielt, zu widerſetzen; denn ich ſchätze das Fräulein Broke, ihrer Tugend und Liebenswürdigkeit wegen, vor allen andern Damen hoch.“ „Nicht die Leidenſchaft der Liebe hat Euch zu Euerer Braut geführt, nur das Bedürfniß des Um⸗ gangs, der Wunſch Eures Mäcens und die Conve⸗ nienz. Und Ihr werdet mir deshalb den Glauben nicht nehmen, daß Ihr nicht für das Fräulein beſtimmt ſeid. Es gibt gewiſſe geheime Indicien, die man nicht belächeln follte. Die Räthſel der Natur liegen nicht oben auf und vor Jedermanns Augen, ihre wunder⸗ baren Kettungen wollen gefühlt, geahnet ſein.“
„Geht mir mit Eueren Indicien, Räthſeln und Kettungen, mit Euern Gefühlen und Ahnungen und
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