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6. Der Schwarzkünſtler.
Flaxmann war mit den andern Verwundeten in die Kajüte des Graf⸗Mörner gebracht worden, um von der Geſchicklichkeit Meiſter Habermann's bedient zu werden, welcher auch den Kopf des Kapitäns mit Bandagen umlegt hatte. Kaum hatte das vom Rum⸗
geiſt glühende Auge des meſſergeſchickten Chirurgen
den jungen braunlockigen Mann aus dem Kaffeehauſe in Hamburg wieder erkannt, als er mit dem unter ſeinen unbarmherzigen Händen ſeufzenden Matroſen nicht ſchnell genug fertig werden konnte, um— zu der armen Burſchen Heil— den Fremden zu faſſen.
„Mit Verlaub, junger Herr,“ ſagte er, den Jüng⸗ ling unſanft berührend,„Euer Rock hat am Aermel einen Schlitz, der gerade nicht mit der Naht zuſam⸗ mentrifft, und Blut läuft genug heraus, daß Ihr Euch damit allen Teufeln verſchreiben könnt, wenn nicht der oberſte Teufel bereits Euer Dokument in der Taſche hat.“ Verwundert ob dieſer ſeltſamen Rede, ſah Flax⸗ mann den Schiffschirurgus an und erwiederte mit Würde:„Obgleich ich weder etwas vom Teufel halte, noch von denen, die von ihm ſprechen, ſo finde ich es doch ſonderbar, zu dieſer Zeit und unter dieſer Um⸗ gebung zum Nachtheil der Schwachen dergleichen Re⸗ den im Munde zu führen.“
„Mit Verlaub, Herr, Ihr könnt lange reden, eh' Ihr Gabriel Habermann eine Naſe aufſchwatzt; denn die ſeinige iſt fein genug, zu riechen, was mit rechten
Sutsicieh


