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Erſtes Kapitel.
Nirgenbs wirſt Du Ruh' empfinden,
Bis von Wogen und von Winden
Umgetrieben, aufgezielt,
Du zuletzt aus fremden Laänden
Fröhlich kannſt am ufer ſtranden,
Wo Dein Herz ſich heimiſch fühlt. M. Kongehl.(1700).
In der erſten Fruͤhe eines neblichen Aprilmorgens rit⸗ ten zwei junge ſchoͤne Kriegsleute aus der kleinen Stadt Conjumeau die Straße weſtwaͤrts nach Poitou zu. Sie waren beide mit Feuerröhren und langen Schwertern be⸗ waffnet, ubrigens ſchwarz gekleidet und mit ſchwarzange⸗ laufenen Harniſchen angethan, unter welchen rohlederne, doch durch den langen Gebrauch unſchimmer gewordene, Koller hervorſahen; uͤber den Harniſch war eine weiße Binde gegurtet, ein untrugliches Abzeichen, daß die bei⸗ den jungen Kriegsmanner dem calviniſtiſchen Heere, oder, wie die Katholiken ihre Gegner benannten, den Hu⸗ genotten, zugehoͤrten. Der letztere Name, meiſt in Pa⸗ 1*


