Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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Sourabaya kann als die öſliche Happtſtadt von Java angeſehen werden, ſo wie Batavia als die weſtliche. Sourabaya iſt neuer, geſunder, freundlicher und huͤbſcher, wenn auch weniger groß und volkreich als Batavia, liegt überdieß an einem ſchoͤnen Fluſſe und hat gleichfalls den hohen Vorzug eines Hafens, den man zu dem beſten in dieſer oder in irgend einer der benachbarten Inſeln machen kann.

Die europaͤiſche Stadt liegt am rechten Ufer des Fluſſes; die chineſiſche und die Doͤrfer der Eingebor⸗

nen am linken. Sie ſind durch Bruͤcken verbunden,

wozu Kuͤſtenfahrer mit ihren Waaren gelangen koͤn⸗ nen. Erſtere enthaͤlt das Fort, die Barracken und die Gouvernementshaͤuſer. Die Straßen ſind breit und mit Baͤumen beſetzt, dem Nationalgeſchmacke gemaͤß; die Haͤuſer ſind beqguem und meiſtens ſchoͤn, und die Bewohner in guten Umſtaͤnden. Ueberall fallt das

friſche und lebendige Gemaͤlde von Gaͤrten, Alleen,

Luſtwaͤldern, Landhaͤuſern u⸗dgl. in die Augen. Der Be⸗ zirk iſt fruchtbar und verſorgt die Bewohner reichlich. Fort Ludowie(deſſen Ausfuͤhrung wahrhaft wun⸗

dervoll und ein neues Denkmal von des hollaͤndiſch⸗franzö⸗

ſiſchen Generals Daendel Kenntniß in der Baukunſt ward, welches den Eingang in den Hafen beherrſcht, ſollte zuerſt von den durch den Niſus angefuͤhrten Fregatten angegriffen werden; aber die es Vorhaben wurde auf⸗ gegeben, als man fand, wie ſtark es ſei, und wie

ſchwierig der Zugand. Am 49. wurde es von Admi⸗