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mit nicht geringer Kunſt gearbeitet. Ein zierlicher Kranz von Laubwerk, von derſelben Arbeit, umgab jedes Feld der Wand. Gaudma's Bild in dieſem Klo⸗ ſter war groß und in Marmor gehauen. Es ſaß auf einem ganz vergoldeten Fußgeſtell, vor welchem ein ſchoͤner Armleuchter von geſchliffenem Glaſe, von eu⸗ ropaͤiſcher Fabrik, ſtand. Nahe bei dem Bilde war ein vergoldetes Ruhebett das gewoͤhnliche Lager des Ober⸗ hauptes der ganzen birmaniſchen Prieſterſchaft, wenn es dort die Nacht zubringt, was jedoch ſelten geſchah. Dieſes Ruhebett war zwar praͤchtig vergoldet, aber nur von Holz; auch die Kiſſen waren von demſelben Stoffe. Eine auf die Erde ausgebreitete Matte iſt der hoͤchſte Luxus, welchen ſich ein birmaniſcher Geiſtlichs etlaubt.
Die Blbliothek iſt ein großes, auf einer Terraſſe aufgefuͤhrtes Gebaͤude von Backſteinen, mit einem Da⸗ che von ſehr zuſammengeſetzter Bauart. Sie beſteht aus einem viereckigen ZSimmer und iſt von einer Gal⸗ lerie eingeſchloſſen, welche rings umher laͤuft. Dai gZimmer war verſchloſſen und enthielt nach der Aus⸗ ſage des Aufſehers nichts, als was wir in der Gallerie
auch ſehen koͤnnten. In dieſer ſtanden in zierlicher Ord⸗
nung laͤngs der Wand, große, mit Vergoldung und Lack verzierte Kiſten. Die Buͤcher waren regelmäbiz
klaſſifizirt und der Inhalt jedes Kaſtens mit goldenen
Buchſtaben auf den Deckel geſchrieben. Der Biblio⸗ tbekar oͤffnete 2 dieſer Kiſten und zeigte mir einige ſeh


