Teil eines Werkes 
2. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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hinter ihm trugen ſeine Diener ſeine Waſſerflaſche und ſeine goldene Beteldoſe. In allen Theilen dieſes Aufzuges herrſchte die groͤßte Ordnung und Anſtäu⸗ digkeit; uͤberall das tiefſte Stillſchweigen und die groͤßte Ruhe. 5

Nach der Ankunft des Kronprinzen mußten wir aufbrechen. Unter Weges noͤthigte uns der Zeremo⸗ nienmeiſter, uͤberfluͤſſige Verbeugungen, und zwar auf eine ſehr unhöfliche Art, zu machen. Meine Be⸗ ſchwerde daruͤber wirkte nur kurze Zeit. Als wir uns dem Thore naͤherten, mußte der groͤßte Theil unſerer Begleitung zuruͤckbleiben, wir aber mußten die Schuhe auszichen. Wir betraten jetzt einen ſehr geraumigen Platz, welcher den großen Rath⸗ und Andienzſaal ent⸗ hielt. Innerhalb desſelben iſt noch ein anderer Platz von einer ordentlichen Mauer umgeben, welche den Palaſt und alle zur Reſidenz gehoͤrigen Gebaͤude um⸗ ſchließt. Auf dem erſten Platze verrichteten Lufſprin⸗ ger ihre Kuͤnſte unter freiem Himmel, und Taͤnzerin⸗ nen ſiellten ihre Reize nach dem Schalle einer ſehr un⸗ harmoniſchen Muſik dar. Eine Reihe Stufen fuͤhrts uns zu einem praͤchtigen offenen Saal, in welchem der Hof in aller Pracht verſammelt war. In dem Saale fanden Pfeiler in 11 Reihen⸗ ſede von Saͤulen. Der Raum zwiſchen den Reihen betrug etwa 12 Fuß. Die Decke des Gebaͤudes be⸗ kand aus mehreren Abſaͤtzen, von welchen der mittlere der hoͤchſte war. Dieſe Saͤulenreihe, welche den ober⸗