Teil eines Werkes 
2. Th., 2. Bdchn (1831)
Entstehung
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er ließ Leitern machen, Niemand wußte zu welchem Gebrauche. Hierauf ertheilte er einem Detaſchemeut unter dem Hauptmann Wilhelm Bruee Befehl⸗, ſich marſchfertig zu halten. Er ſelbſt ſtellte ſich an die Spitze zweier Bataillons zu ihrer Unterſtuͤtzung. Um alles Geraͤuſch zu vermeiden, bekamen die Sipovs

wollene Schuhe mit Baumwolle gefüttert. Um 11 Uhr

Nachts brach die Mannſchaft aus dem Lager Rey⸗ poor, 8 Meilen von Gwalior auf, und erreichte dieſen Prt auf unbeſuchten Wegen noch vor Tages⸗

Anbruch. Gerade da Hauptmann Bruce am Fuß des Huͤgels ankam, ſah er die Runde mit Fackeln

um den Wall gehen, und hoͤrte die Schildwachen

buſten, was bei den Hindoſtanern ein Zeichen iſt,

daß Alles gut ſtehe. Nachdem die Fackeln verſchwun⸗

den waren, ließ er ſogleich hoͤlzerne Leitern an den Felſen lehnen, weichen ein Bandit erſtieg, und be⸗ richtete, die Wache habe ſich ſchlafen gelegt. Sogleich ſtieg der Ingenieur Lieutenant Cameron hinauf,

und legte eine Strickleiter an die Schießſcharte des

Walles an. Darauf ſtieg Bruee mit zwanzis Mann

bis unter die Bruſtwehr, ſich dort verſteckend. Ehe er aber verſtaͤrkt werden konnte, waren drei ſeiner Leute ſo unvorſichtig, auf einige Soldaten der Beſatzung

zu feuern, die neben ihnen im Schlafe lagen. Bei⸗

nahe waͤre das ganze Unternehmen geſcheitert: denn die Veſatzung, dadurch munter gemacht, lief. Haufen⸗

weiſe auf die Stelle,

wo die Schüſſe ſielen. Doch