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die Erlernung der malabariſchen oder damuli⸗ ſchen Sprache, welche die Miſſionaͤre mit den klei⸗ nen Kindern erlernten, zu denen ſie ſich ſetzten, und nach deren Art und Weiſe die Buchſtaben in den Sand zu ſchreiben anfingen. Sie lernten zwat viele Woͤrter ſchreiben, leſen und ausſprechen, kaunten aber deren Bedeutung nicht, weil der Schulmeiſter nicht portu⸗ gieſiſch verſtand. Mit Huͤlfe eines Dolmetſchers brach⸗ ten ſie es endlich dahin, daß ſie eine Anleitung zur Erlernung des Malabariſchen in deutſcher Sprache aufſetzen konnten. Weil nun die meiſten Schriften dieſer Heiden in Verſen abgefaßt ſind, ſo mußten die Miſſtonaͤre auch Dichter in Dienſt nehmen, und ein voetiſches Woͤrterbuch anfertigen laſſen.
Den s. November fngen die Miſſionaͤre ihr Miſſions⸗Werk mit Catecheſen in vortugieſiſcher und den 22. Januar 4707 in malabariſcher Spra⸗ che an. Dieſe Catecheſen wurden nach Erbauung einer neuen Kirche, welche Jeruſfalem genannt wurde, oͤffentlich gehalten. Auch wurde Luthers Catechis⸗ mus, ſpäter das neue Teſtament, nebſt mehrern an⸗ dern Schriften in die malabariſche Sprache überſetzt.
Den 21. November wurde auch eine Schule er⸗ richtet, in welcher die malabariſchen Kinder nicht nur Unterricht, ſondern auch Wohnung, Kleidung und Nahrung unentgeldlich erhielten. Die großeren laſen das neue Teſtament, und wurden im Rechnen


