64 ankam, drang zwar der Koͤnig in ihn, ſeine Schiffe zu laden; allein er wollte erſt mit dem Faktor von Kochin ſich benehmen. Auf dem Wege dahin nahm er nach einem tapfern Widerſtande ein Schiff, wel⸗ ches den Moren ju Kalekut gehoͤrte, und ließ es verbrennen.
Der Faktor zu Kochin hatte dem General kaum bewieſen, welcher boshaften Raͤnke die Moren gegen die Portugieſen faͤhig ſeyen, und daß man ohne Geld ihre Spezereien nicht einmal erwerben koͤnne, ſo kehrte der General ſogleich nach Kananor zuruͤck. Da er aber daſelbſt Spezereien ebenfalls nur gegen Geld kau⸗ ſen konnte, ſo war der König, damit derſelbe nicht leer zuruͤckkehre, ſo großmuͤthig, auf 1000 Zentner Pfeſſer, 6o Ingwer und 460 Zimmet, nebſt einigem leinenen Zeuge ſo lange gut zu ſtehen, bis der Faktor. welchen den General nebſt zwei Schreibern zuruͤck ließ, die ihnen anvertrauten Waaren verkauft haͤtte.
Am 15. Dee. benachrichtigte der Koͤnig denſelben, daß der Samorin 100 Schiffe gegen ihn ausgeſendet habe, er moͤge alſo auf ſeiner Hut ſeyn. Bei dem Anbruche des naͤchſten Tages erſchienen wirklich die Schiffe voll Moren in der Bays aber ohne ſchweres Geſchuͤtz. Der muthige General fuhr durch die Mitte der Bay, und ließ die feindlichen Schiffe aut beiden Seiten ununterbrochen beſchießen. Nachdem viele Moren umgekommen, und verſchiedene Schiffe in Grund gebort waren, ohne daß die Portugieſen einen


