Teil eines Werkes 
2. Th., 1. Bdchn (1831)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

19

mehr als 20 Mann beſetzt, uber die hohe See kom⸗ men. Wir beſchloſſen, uns deſſen zu bemaͤchtigen, aber als wir mit vieler Anſtrengung ihm nahe gekommen waren, ſprangen die Wilden in das Meer, und eut⸗ kamen gluͤcklich an das Land; zwei nur fielen in un⸗ ſere Hände. Im Kahne ſelbſt waren vier Knaben, von einem andern Lande, welche zum Zeichen, daß ſie ſollten verzehrt werdenan den Gliedern verſtuͤm⸗ melt und beſchnitten waren. Sie bedeuteten uns, dieſes Volk ſev hoͤchſt grauſam und wild, eſſe Men⸗ ſchenfleiſch, und heiße Can nibalen.

Wir ſtiegen mit den zwei Gefangenen an das Land. Einen davon ließen wir ſogleich los, gaben ihm viele Schellen mit, und bedeuteten ihm, ſeine Landsleute unſerer freundſchaftlichen Geſinnungen zu verſichern. Er beſorgte gewiſſenhaft unſern Auſtrag, denn bald kam eine Menge Leute und ſchloß mit uns Freundſchaft. Wir entließen nun auch den andern Gefangenen, und gaben den Kahn zuruͤck, welcher 26 Schritte lang, 2 Elen breit und aus einem Baum⸗ ſtamme kuͤnſtlich gefertiget war. Aber kaum war die⸗ ſer in Sicherheit, ſo flohen ſie, und wollten von uns nichts weiter wiſſen. Wir gewahrten bei ihnen nur das wenige Gold, welches ſie an den Ohren trugen. Bei dem Volke, welches 80 Meilen von dieſem wohnt, fanden wir eine freundliche Aufnahme. Fuͤr eine Schelle und ein wenig Gold handelten wir 480 nach anderen soo Perlen ein. Man trank hier einen