Teil eines Werkes 
4. Th., 3. Bdchn (1832)
Entstehung
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ein ſchönes Quartier anwies. Dieſer fromme Prieſter erwartete jede Stunde ſeinen Tod durch die Tür⸗

Die Venetianer hatten Niepfia z breiten Straßen angelegt; daher hatte die Stadt wenige Ruͤh⸗ lung, aber 3 Thore und ſtarke Mauemn. Da ſo viele Griechen umgebracht wurden, Nicoſia's jetzige Bevoͤlkerung unbekannt.

Carne beſuchte in Nikoſia mehrere griechiſche Familien. Sie lebten natuͤrlich in Zuruͤckgezogenheit. Die weiblichen Familienglieder waren zugegen.

Große Schoͤnheit beſitzen die eypriſchen Damen nicht mehr. Zwar bemerkt man wohl griechiſche Ge⸗ ſichter; aber dem Ganten fehlt die ſymmetriſche leichte und zierliche Form. Es iſ uͤberhaupt nach Carne's Anſicht nicht gewiß, ob die Ideale griechiſcher Weiblichkeit in Statuen nicht bloß ein Ideal des Kuͤnſtlers waren. Die Griechen vermiſchten ihre Geſchlechter nicht gerne mit Auslaͤndern, und di Suͤrken wuͤrden kein ſo ausgezeichnet ſchoͤnes v ſeyn, wenn ſie nicht aus allen Gegenden mit den ſchoͤnſten Weibern der Erde ihre Harems bevoͤlkerten⸗

Carne machte Beſuch beim Statthalter von Nikoſſia und deſſen Kiaya LSicreieh Der Statthalter hatte das Anſehen eines Wuͤtherichs und Wilden und hatte Nichts von der aͤußern ſonſtigen Wuͤrde der tuͤrkiſchen Beamten. Er ſchimpfte in der Andiem wuͤthend auf die Griechen und bedrohte ſis